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Start Praxis Technik Hohe Schadstoffbelastung in Teppichen: Ist Parkett die bessere Wahl?

Hohe Schadstoffbelastung in Teppichen: Ist Parkett die bessere Wahl?

 

Wer Wert auf ein wohnliches Ambiente legt, setzt in der Regel auf Teppichboden - trotz bekannter Nachteile für Allergiker und hoher Schmutzempfindlichkeit. Dabei ist Parkettboden vielleicht die bessere Alternative; im Unterschied zu Teppich muss nicht mit einer hohen Schadstoffbelastung gerechnet werden, zudem lässt sich Parkett leichter sauber halten. Wo liegen in der Praxis die Unterschiede?

Schadstoffbelastung in Teppichen

Weichmacher in Kinderspielzeug verboten - Teppiche ohne Regulierung
Die Wirkung von Weichmachern in Kunststoffen ist noch nicht abschließend geklärt. Fachleute gehen allerdings davon aus, dass die Aufnahme über die Haut zu einer Schädigung des Erbguts führt. Aus diesem Grund hat die Europäische Union vor einigen Jahren ein Verbot von Weichmachern in Kinderspielzeugen erlassen. Die noch jungen Organismen reagieren auf den Kontakt mit Chemikalien nachgewiesenermaßen besonders empfindlich. Was die EU dabei allerdings nicht bedacht hat, ist, dass viele Kinder auch auf Teppichböden spielen - und damit erhebliche Mengen Schadstoffe aufnehmen. Hinzu kommen noch weitere Chemikalien zum Färben der Fasern oder zum Mottenschutz, wofür gerne Pyrethroide eingesetzt werden. Kommt eine Fußbodenheizung zum Einsatz, muss zudem damit gerechnet werden, dass Klebstoffe ausdünsten. Eine Zertifizierung durch Gütesiegel, die eine Schadstofffreiheit belegen sollen, hilft allerdings kaum: Üblicherweise sagen diese Siegel lediglich aus, dass die Schadstoffbelastung innerhalb tolerierbarer Grenzen liegt.

Fachleute kritisieren Schadstoffe in Teppichen
Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. (DHA) steht dem Teppichboden aufgrund dieser Schadstoffe, die nicht selten dazu beitragen, dass Allergien erst ausgelöst werden, kritisch gegenüber - und empfiehlt geölte Parkettböden. Im Unterschied zum Teppich beschränken sich die Hersteller der Echtholzböden auf natürliche Bestandteile. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich beim Holz natürlich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, wohingegen die in Teppich eingesetzten Kunststoffe aus Erdöl bestehen - und damit wenig nachhaltig sind. Zu der Umweltbelastung, die spätestens bei der in absehbarer Zeit notwendigen Entsorgung ein Problem wird, kommt also auch die Tatsache, dass die benötigten Ressourcen endlich sind.

Echtholzboden reguliert Raumklima
Aus Sicht der Allergiker besteht ein weiterer Vorteil des Parketts darin, dass der Boden leicht staubfrei zu halten ist. Insbesondere bei Hochflor-Teppichen ist das selbst mit einem Staubsauger kaum möglich. Auch Hunde- und Katzenhaare lassen sich vom antistatischen Parkettboden mühelos entfernen. Dass Menschen mit Atemwegserkrankungen besonders vom Parkettboden profitieren, hat allerdings noch eine andere Ursache: Das Holz speichert Feuchtigkeit, die in besonders trockenen Heizperioden wieder an die Raumluft abgegeben wird. Dadurch erfolgt eine Regulierung der Raumluft, die ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert - und damit auch die Ansteckungsgefahr im Winter verringert.

Schadstoffbelastung in Teppichen

Qualität zahlt sich aus
Wer sich für Parkettboden interessiert, sollte allerdings auf hochwertige Produkte setzen. Der Grund: Beim Fertigparkett stehen mittlerweile recht günstige Materialpreise einem vergleichsweise hohen Arbeitsaufwand gegenüber. Wird also in ein Produkt von hoher Qualität investiert, kann der Parkettboden viele Jahre genutzt werden. Im Unterschied zu Teppich lässt sich ein Parkettboden wieder in einen optischen Neuzustand versetzen, was durch ein Abschleifen und erneutes Ölen bewerkstelligt werden kann.

Langfristig ist Parkett die günstigere Wahl
Ein Argument, welches gerne gegen Parkettboden ins Feld geführt wird, ist der vermeintlich hohe Preis: Dabei ist Parkett inklusive der Verlegung bereits ab etwa 70 Franken (ca. 66 €) je Quadratmeter erhältlich, wie eine kurze Recherche bei renommierten Anbietern ergibt. Damit ist Parkett kaum teurer als Teppichboden, über die gesamte Lebensdauer gerechnet dürfte der Preis sogar noch weiter darunter liegen. Schon das zeitlose Design sorgt dafür, dass es sich beim Parkett keinesfalls um eine vorübergehende Mode handelt. Von dieser Tatsache profitiert natürlich auch die Umwelt - denn nichts schützt unsere Natur mehr, als eine lange Nutzung hochwertiger Produkte.

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