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DEGELO Architekten gewinnen Wettbewerb zum Konferenzzentrum in Heidelberg

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Das Büro DEGELO Architekten aus Basel hat den ersten Preis beim Wettbewerb zur künftigen Gestaltung des neuen Konferenzzentrums in der Heidelberger Bahnstadt gewonnen. Das Preisgericht wählte den Entwurf am Mittwochabend, 11. Oktober 2017, unter 22 eingereichten Arbeiten aus. Der Siegerentwurf sieht auf dem Areal südlich des Czernyrings und östlich der ehemaligen Güterhallen ein architektonisch markantes Gebäude mit einer rötlich getönten Fassade und großzügig geöffneten Eingangsbereichen in Richtung Bahnhofsplatz Süd und Zollhofgarten vor. Dadurch bietet sich für Fußgänger vom Hauptbahnhof kommend freie Sicht auf den Zugang zum Konferenzzentrum – eine der Vorgaben aus der Bürgerschaft in der Wettbewerbsauslobung. Am Donnerstag, 12. Oktober, wurden die Preisträger bei einem Pressetermin vorgestellt. Bürgerinnen und Bürger können alle Wettbewerbsbeiträge ab dem 17. Oktober in einer öffentlichen Ausstellung in der ehemaligen Sporthalle der Mark-Twain-Schule (Südstadt) sehen.

Die wellenförmig strukturierte Außenfassade suggeriert das Bild eines Vorhangs, hinter dem sich die Bühne befindet. Auf diese Weise entsteht ein lebendiges Schattenspiel auf der Betonfassade. Zwei große Fensterfronten im Eingangsbereich geben den Blick in das Gebäude frei. Der Haupteingang führt in das weiß gestaltete Innere des Konferenzzentrums mit dem fast gebäudehohen Hauptfoyer – eines der Herzstücke des zweigeschossigen Tagungszentrums. Über das Foyer soll der Weg in den Großen Saal mit seiner bis zu 15 Meter hohen, zur Bühne hin abfallenden Decke möglich sein. Der Saal verfügt über den geforderten Raum für 1.800 Sitzplätze in Reihenbestuhlung.

Ein öffentliches gastronomisches Angebot kann sich zum Großen Saal und dem Hauptfoyer hin öffnen, ist aber auch über einen separaten Zugang erreichbar. Auch Außenbewirtschaftung ist vorgesehen für ein stets lebendiges Tagungszentrum. Im ersten Obergeschoss sind eine Galerie, ein Nebenfoyer, ein Kleiner Saal mit 800 Plätzen in Reihenbestuhlung sowie Tagungsräume geplant. Die Be- und Entladung von Lastwagen soll über den Czernyring und die Einsteinstraße kommend im Inneren des Gebäudes erfolgen, um die Lärm- und Abgasbelastung für die Nachbarschaft zu reduzieren. Geplant ist das Konferenzzentrum – wie alle Gebäude in der Bahnstadt – in Passivhaus-Bauweise.

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Da der Wettbewerb in Form eines Realisierungswettbewerbes stattfand, wird der erste oder einer der weiteren Preisträger mit der Umsetzung beauftragt. Hierüber wird der Gemeinderat entscheiden.

Als Kostenrahmen für das Gebäude ohne Ausstattung ist eine Summe von 45 Millionen Euro (ohne Mehrwertsteuer) vorgegeben. Die Gesamtkosten sollen voraussichtlich rund 65 Millionen Euro betragen. Die Fertigstellung ist bis zum Jahr 2021 vorgesehen. Das Konferenzzentrum ist Kandidat der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg „Wissen | schafft | Stadt“.

Das Büro DEGELO Architekten setzte sich in dem Wettbewerb gegen international renommierte Architektenbüros durch. Es wurde für seine Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2013 gewann es den Wettbewerb zur Sanierung der St. Jakobshalle in Basel. Das Büro Nieto Sobejano Arquitectos (Berlin/Madrid) wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet, Bez + Kock Architekten (Stuttgart) und 4a Architekten (Stuttgart) jeweils mit einem dritten Preis. Anerkennungen erteilte das Preisgericht den Büros Studio Duplex (Düsseldorf/Hamburg)/Duplex Architekten (Zürich) und Atelier 30 Architekten (Kassel).

Die Auslobung zum Wettbewerb – sozusagen das Drehbuch für die Architekten – war unter Federführung der Heidelberg Marketing GmbH in intensivem Austausch mit Experten aus dem Veranstaltungsbetrieb, Wirtschaftsunternehmen, der Universität Heidelberg sowie Bürgern entwickelt worden. Fünf Bürger wirkten zudem als sachverständige, nicht stimmberechtigte Berater im Preisgericht mit.

Alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge können ab 17. Oktober bis 7. November 2017, in der ehemaligen Sporthalle der Mark-Twain-Schule (Zugang über die Elsa-Brandström-Straße) in Heidelberg betrachtet werden.

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