Start Innovation Dach Stadionüberdachung mit extremer Langlebigkeit

Stadionüberdachung mit extremer Langlebigkeit

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2018/1807/serge-ferrari-world-cup-russia-01.jpg

Am 14. Juni startete in Russland die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Die französische Serge Ferrari Gruppe ist mit dem Dach der neuen Rostov-Arena live dabei. In diesem Stadion, das am 18. April eröffnet wurde, werden fünf Spiele der Fussballweltmeisterschaft ausgetragen, darunter ein Achtelfinale. Zur Umsetzung des großflächigen Stadiondachs mit ca. 50.000 Quadratmeter kam die Membran »Flexlight Xtrem TX30«, die sich durch ihre hohe Langlebigkeit, anspruchsvolle Optik und das besondere Nachhaltigkeits-Profil im Wettbewerb durchsetzte.

Die am südlichen Ufer des Flusses Don gelegene Arena wurde durch das Architekturbüro Populous entworfen, das weltweit bereits zahlreiche renommierte Sportstätten entworfen hat. Die Serge Ferrari Gruppe kooperierte mit diesem Architekturbüro schon mehrmals, wie zum Beispiel für die Olympischen Spiele in London, das neue Fußballstadion in Lyon oder die Las Dunas de Natal Arena in Brasilien.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2018/1807/serge-ferrari-world-cup-russia-02.jpg

Die kreative Architektur der Sportstätte, die sich perfekt in die Umgebung der Kosakenstadt einfügt, gehört zu einem größeren Städtebauprojekt, in dem Wohnanlagen, kulturelle Einrichtungen sowie Freizeitstätten und Bürogebäude entstehen sollen. Das Stadion hat eine Kapazität von 45.000 Sitzplätzen, wird jedoch nach der WM für nationale Sportveranstaltungen auf 25.000 Plätze verkleinert. Zukünftig soll die Arena auch zur Heimspielstätte des Fußballvereins FC Rostow werden, der 2014 im russischen Pokalwettbewerb siegte.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2018/1807/serge-ferrari-world-cup-russia-03.jpg

Die Umsetzung der Überdachung mit flexiblen Compositmaterialien bot die Möglichkeit, gebogene Dachstrukturen zu schaffen, die an die Windungen des Flusses Don erinnern sollen und dabei einen perfekten Schutz für alle vier Tribünen gewährleisten. Eine der Herausforderungen des Projektes bestand darin, nachhaltige Baustandards zu erfüllen, zu denen eine hohe Energieeffizienz, Umweltschutz und die Erhaltung natürlicher Ressourcen zählten.

Das Dach besteht aus 46 durch Stahlbögen abgegrenzte Segmente, die mit Flexlight »Xtrem TX30-IV« ausgerüstet wurden und durch ein System aus Stahlseilen verspannt sind, die an Pfeilern in der Außenwand befestigt wurden. Die äußerst robuste Membran ist besonders für das lokale Klima geeignet, da sie hohen Schnee- und Windlasten hervorragend standhält.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2018/1807/serge-ferrari-world-cup-russia-04.jpg

Zusätzlich punktete dieses Material durch seine extreme Langlebigkeit (über 30 Jahre), eine hohe Beständigkeit gegen Verschmutzung dank seiner Crosslink PVDF-Oberflächenbeschichtung und der Brandschutz-Zertifizierung nach GOST, die für große Bauprojekte in Russland erbracht werden muss. Weitere Vorteile waren der hohe Lichtdurchlass der Membran mit 200 prozent mehr natürlichem Licht wie herkömmliche PVC-Membranen sowie die doppelte Wärmedämmleistung im Vergleich zu PTFE-/Glasmaterialien. Die Recyclingfähigkeit von Flexlight Xtrem machten das positive Bewertungsprofil komplett und verbesserten die Umweltverträglichkeit des Gesamtprojekts.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2018/1807/serge-ferrari-world-cup-russia-05.jpg

»Flexlight Xtrem TX30-IV« ist eines der neuesten, flexiblen Compositmaterialien von Serge Ferrari, das speziell für höchste Anforderungen bezüglich Lebensdauer und ästhetisches Erscheinungsbild bei anspruchsvollen Bauprojekten entwickelt wurde. Zusätzlich zu den Vorteilen der Précontraint Technologie, bei der das Gewebe durch eine Vorspannung von allen Seiten eine einzigartige Dimensionsstabilität erhält, wird dieses Material mit einer sehr widerstandsfähige Beschichtung und Oberflächenvernetzung ausgestattet: »Crosslink PVDF«.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2018/1807/serge-ferrari-world-cup-russia-06.jpg

Die Crosslink-Formulierung dieses Materials bedeutete einen entscheidenden technologischen Durchbruch für die Serge Ferrari Gruppe, da sie angeregt durch quervernetzte Epoxidbeschichtungen, erstmals auf flexible Materialien übertragen werden konnte. Durch die lang anhaltende Beständigkeit gegen Korrosion und Witterungseinflüsse gewährleistet so einen optimalen Look über Jahrzehnte. Trotz dieser speziellen Ausrüstung, lässt die Membran nichts an den Qualitäten wie geringes Gewicht sowie hohe Flexibilität und Lichtdurchlässigkeit vermissen, sodass hier anspruchsvollste Gestaltung, hoher Komfort für die Zuschauer und Nachhaltigkeit optimal im Einklang stehen.

Serge Ferrari, www.sergeferrari.com

 

Industriearchitektur: Neuer Praxisraum für das Geberit Informationszentrum in Lausanne

Industriearchitektur: Neuer Praxisraum für das Geberit Informationszentrum in Lausanne

Nach zwei Jahren erfolgreicher Schulungen in den neuen Praxisräumen im Informationszentrum von Geberit in Jona, erhält jetzt auch der Schulungsraum in Lausanne ein neues Gesicht. Sanitärprofis werden so in modernen und ansprechenden Räumen für die Installation der Geberit-Systeme geschult.

Umbau Wohn- und Geschäftsgebäude D17 in Ingolstadt von Bettina Kandler Architekten

Umbau Wohn- und Geschäftsgebäude D17 in Ingolstadt von Bettina Kandler Architekten

Das  Wohn- und Geschäftsgebäude D17 liegt städtebaulich in einer funktional wichtigen Lage am südlichen Eingangsbereich zur Altstadt von Ingolstadt und in unmittelbarer Nähe zur Donau. Archivierte Pläne gehen bei dem Wohn- und Geschäftshaus auf das Jahr 1878 zurück.

Frankfurter Buchmesse: Raum für Inspiration von schneider+schumacher

Frankfurter Buchmesse: Raum für Inspiration von schneider+schumacher

480 Quadratmeter Grundfläche, 6,5 Meter Höhe und eine selbsttragende Holzkonstruktion mit lichtdurchlässiger Membran – das ist der »Frankfurt Pavilion«, das neue Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse. Geplant und umgesetzt von schneider+schumacher, entsteht auf der 70. Frankfurter Buchmesse ein ikon...

Weitere Artikel:

Alarmanlage auf Basis der Geräuschanalyse

Alarmanlage auf Basis der Geräuschanalyse

Jeder dritte Deutsche hat Angst, Opfer eines Einbruchs zu werden, besagt eine Studie der GDV.1 Daher wundert es nicht, dass sich immer mehr Menschen für die verschiedenen Möglichkeiten der Sicherheitstechnik interessieren. Dirk Bienert, Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der Blockalarm GmbH erkl...

Fassade mit Sandwichpaneele

Fassade mit Sandwichpaneele

Unkonventionell, homogen und auffällig – so präsentiert sich die Gebäudehülle eines neuen Wohnhauses im Stadtteil Ofenerdiek in Oldenburg. Realisiert wurde sie mit gedämmten Wand- und Dachelementen. Außen zieht das Wohnhaus mit einer einzigartigen Fassade die Blicke der Passanten auf sich. So wurde ...

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Großstädte der USA gehören mit zu den verkehrsreichsten Städten der Welt. New York und Los Angeles liegen bei den Statistiken vorn: der Ärger über Parkgebühren, Staus oder Luftqualität gehört zum Alltag. Einer der großen Stressfaktoren in den urbanen Zentren ist der Parkplatzmangel, verschärft durch...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter


Ihre E-Mail
 
   

Senden Sie mir die kostenlosen Nachrichten der AZ/Architekturzeitung per E-Mail zu. Meine Anmeldung erfolgt, nachdem ich die Datenschutzhinweise gelesen haben. Die Nachrichten können Werbung von Dritten enthalten. Mein Einverständnis zum Empfang der Nachrichten kann ich jederzeit widerrufen.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Tragwerke mit Nagelplattenbindern
    Tragwerke mit Nagelplattenbindern Nagelplattenbinder bilden das Gerüst des Dachtragwerks und bieten sich zur Verwirklichung selbst extrem komplexer Architekturen an. Sie sind als Bauteile…

Alarmanlage auf Basis der Geräuschanalyse

Alarmanlage auf Basis der Geräuschanalyse

Jeder dritte Deutsche hat Angst, Opfer eines Einbruchs zu werden, besagt eine Studie der GDV.1 Daher wundert es nicht, dass sich immer mehr Menschen für die verschiedenen...

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

In Kapstadt hat sich ein historisches Getreidesilo zum Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst gemausert. Die Architekten des Heatherwick Studio ließen die betonier...

Fassade mit Sandwichpaneele

Fassade mit Sandwichpaneele

Unkonventionell, homogen und auffällig – so präsentiert sich die Gebäudehülle eines neuen Wohnhauses im Stadtteil Ofenerdiek in Oldenburg. Realisiert wurde sie mit gedämm...

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Großstädte der USA gehören mit zu den verkehrsreichsten Städten der Welt. New York und Los Angeles liegen bei den Statistiken vorn: der Ärger über Parkgebühren, Staus ode...

Gipsfaserplatten für die Elbphilharmonie in Hamburg

Gipsfaserplatten für die Elbphilharmonie in Hamburg

Die großformatigen Gipsfaserplatten bestehen aus einem Vormaterial aus Naturgips. Sie zeichnen sich durch ihre Belastbarkeit, die Brandschutzeigenschaften (A1) und ihre h...

KanyaKage mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet

KanyaKage mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet

In Berlin-Kreuzberg eröffnete Ende April 2018 eine einzigartige Kunst- und Veranstaltungslocation. Nach den beiden Eigentümern KanyaKage benannt, ist der neue »Artspace« ...

Vakuum-Isolierglas und Explosionsschutz-Dünnglas

Vakuum-Isolierglas und Explosionsschutz-Dünnglas

Das neue Vakuum-Isolierglas (VIG) von AGC zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Uneingeschränkte Sicht ohne sichtbare Evakuierungsöffnungen. Es wird wie normales Iso...

Kunst im Tageslicht betrachtet

Kunst im Tageslicht betrachtet

Die Stiftung »Das Maximum« präsentiert im bayerischen Traunreut nahe dem Chiemsee bedeutende Werke zeitgenössischer Kunst, unter anderem von Georg Baselitz und Andy Warho...

Architekturbüro mit Sichtbetonfassade

Architekturbüro mit Sichtbetonfassade

Der Neubau eines Architekturbüros ist für alle Beteiligten am Bau eine Herausforderung, denn letztlich ist das Bürogebäude die in Beton gegossene Visitenkarte des Archite...

Die höhere Mathematik der Ästhetik

Die höhere Mathematik der Ästhetik

Mehr als 20 Jahre sind vergangen, seit beim Entwurf der Titanaußenhaut für das Guggenheim-Museum in Bilbao erstmals die CAD-Software CATIA für ein renommiertes Gebäude ei...

Weitere Artikel:

Anzeigen AZ-D1-D2-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.