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Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

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Der Baustoffhersteller Heidelberger Kalksandstein hat technische Grenzen zugunsten des Designs erweitert. Das Produktionsverfahren der Kalksandsteine unterstützt nun den direkten Eingriff durch Architekten und Planer. Dies eröffnet Gestaltern völlig neue Möglichkeiten.

Seit 150 Jahren entstehen Kalksandsteine nach dem gleichen Verfahren: Sand und Kalk werden bei einer Grundfeuchte vermengt. Nach einer chemischen Reaktion wird das entstandene Kalkhydrat auf eine Pressfeuchte gebracht. Mit Formwerkzeugen schließlich Steinrohlinge gepresst. In Dampfdruckkesseln folgt die Aushärtung bei niedrigen 200° Celsius über vier bis acht Stunden. Anschließend sind die Steine sofort bereit für die Verarbeitung.

Die Heidelberger Kalksandstein GmbH öffnet diesen Prozess nun an mehreren Schnittstellen, an denen Architekten aktiv die Form beeinflussen können.

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Der erste Eingriffspunkt liegt bei den Formwerkzeugen. Per Computersimulation oder anhand von Skizzen werden die ersten Ideen entwickelt. Gestalter sind damit explizit aufgefordert, sich in die Formgebung einzumischen und ihrer Kreativität möglichst freien Lauf zu lassen. Für nichttragende Wände ist der Spielraum besonders hoch.

Spezialisten aus der Bauberatung und Produktion des Kalksandsteinherstellers finden in einem anschließenden Abstimmungsprozess gemeinsam mit dem Architekten eine technisch machbare Lösung: Über erste Modelle entstehen schließlich Presswerkzeuge, die die Idee in eine produzierbare Form bringen.

ind die neuen Presswerkzeuge einmal in Metall geschmiedet, dauert die Produktion eines neuen Steins nicht länger als bei Standardformaten. Und auch an diesem Punkt kann der Gestalter nochmals in den Produktionsablauf eingreifen.

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Zum Beispiel können während des Mischvorgangs farbige, mineralische Pigmente zugefügt werden, ohne das Reinheitsgebot und die Nachhaltigkeit des Steins zu beeinflussen. Ein schwarzer Kalksandstein – warum nicht? Mit den elementaren Zutaten Sand, Kalk und Wasser ist Kalksandstein einer der umweltfreundlichsten Baustoffe. Auch lässt sich zum Beispiel der fertig gehärtete Stein polieren oder aufrauen.

Bei Format und Farbe des einzelnen Steins endet der kreative Spielraum noch nicht: auch beim Planen von Mauer- und Fugenbild gibt es Gestaltungsfreiraum. Kalksandstein ist nicht mehr nur ein Füllmaterial, das per Mausklick automatisiert in die CAD-Planung einfließt. Der Stein bietet mit Fugenbild und Applikationen endlose und individuelle Möglichkeiten. Holz- und Lichtleisten kontrastieren die Optik, Keramik oder Glasbausteine öffnen neue Perspektiven.

Nach Milliarden produzierter Kalksandsteine, die zu 90 Prozent hinter Putz verschwanden, provoziert der Stein nun die Architekturszene und will ans Licht. Heidelberger Kalksandstein GmbH präsentiert auf der Seite www.8734.eu viele Inspirationen. Die Form- und Farbsprache des Kalksandsteins ist entfesselt. Klar, dass er da auch mal am Ego des Architekten kratzt, der den gestalterischen Spielraum des Steins bisher ignoriert.

Heidelberger Kalksandstein GmbH, www.8734.eu 

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