Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Unternehmen Bauen/Immobilien Werner Sobek fordert die emissionsfreie »elektrische Stadt«

Werner Sobek fordert die emissionsfreie »elektrische Stadt«

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1509/werner-sobek-weiterentwicklung-aktivhaus-b10-az01.jpg

Der Stuttgarter Ingenieur und Architekt Werner Sobek fordert eine völlige Emissionsfreiheit unserer Städte bis zum Jahr 2020. Hierfür müssen sämtliche Gebäude und Fahrzeuge vollständig aus regenerativen Energiequellen versorgt werden. Technisch ist das, laut Sobek, bereits heute problemlos machbar, allerdings erfordere eine solche »elektrische Stadt« zwingend den Schulterschluss von Automobil- und Bauindustrie.

Nicht einmal mehr ganz fünf Jahre möchte Werner Sobek der Menschheit noch Zeit geben für den Vollzug der Energiewende: Ab dem Jahr 2020 sollte es »ein vollständiges Verbot des Emittierens von gasförmigem Abfall in die Umwelt« geben, wie es der Architekt und Ingenieur im Juli 2015 anlässlich der Verleihung des Fritz-Leonhardt-Preises formulierte. Eine Dekarbonisierung zum Ende des Jahrhunderts, auf die sich die Staatschefs der sieben führenden Industrienationen Anfang Juni auf Schloss Elmau einigten, komme viel zu spät.

Nun bekräftigt Sobek seine weitgehende Forderung noch einmal und weist darauf hin, dass es bereits heute technisch problemlos machbar sei, völlig emissionsfreie Städte zu bauen, in denen sämtliche Gebäude und Verkehrsmittel aus regenerativen Energiequellen gespeist würden. Allerdings erfordere eine solche »elektrische Stadt« zwingend den Schulterschluss von Automobil- und Bauindustrie.

Welche konkreten Ergebnisse eine Allianz der beiden Industriezweige zeitigen könnte, hat Sobek selbst bereits im Sommer 2014 gezeigt: In der Stuttgarter Weißenhofsiedlung baute er zusammen mit dem Smart-Home-Spezialisten alphaEOS das weltweit erste Aktivhaus B10. Dieses erzeugt dank eines selbstlernenden Gebäudeautomationssystems doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie es selbst benötigt. Mit dem Überschuss versorgt es zwei Elektroautos und einen benachbarten Altbau. Die Energieversorgung von Gebäude und Fahrzeugen wird über ein vernetztes System geregelt. Bauherr des Aktivhaus ist die gemeinnützige »Stuttgart Institute of Sustainability Stiftung«.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1509/werner-sobek-aktivhaus-b10-az02.jpg

Das Aktivhaus B10 von Werner Sobek zeigt im Kleinen, wie die emissionsfreie »elektrische Stadt« funktionieren kann. Die Architekten müssten ebenso wie die Politik endlich »aufhören, die Hausfassade als Systemgrenze zu betrachten«, erklärt Sobek. Es gehe nicht darum, dass jedes einzelne Haus einen bestimmten Wärmedämmstandard erfüllen müsse, sondern »ausschließlich darum, dass niemand mehr fossile Energiequellen nutzt. Beim Erzeugen und Speichern von Strom und Wärme muss dabei das »Prinzip der Schwesterlichkeit« Einzug halten: Zwei oder mehrere Häuser, ja ganze Quartiere oder Städte, verständigen sich automatisch über ihre jeweilige Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie und stimmen diese Werte untereinander optimal ab.«

Eine Fassade aus Null und Eins am King Abdulaziz Center von Snøhetta

Eine Fassade aus Null und Eins am King Abdulaziz Center von Snøhetta

Für das außergewöhnliche Projekt King Abdulaziz Center for World Culture im Herzen der saudi-arabischen Ölfelder setzte der Glasfassadenspezialist seele den Entwurf des Architekturbüros Snøhetta in eine Fassade komplett aus Edelstahlrohren um. Nur durch die Verzahnung von modernsten Informationstech...

Schweizer Botschaft in Nairobi von ro.ma. Architekten

Schweizer Botschaft in Nairobi von ro.ma. Architekten

Die neue Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Kenias bettet sich sanft in die Terrainlandschaft ein. Umfassungsmauer und Baukörper verschmelzen zu einem einheitlichen architektonischen Gebilde, das über hohe räumliche, funktionale und nachhaltige Qualitäten, über repräsentativ und zurückhaltend ges...

Hotel Domizil von DIA – Dittel Architekten

Hotel Domizil von DIA – Dittel Architekten

Das Tübinger Hotel Domizil wird von DIA – Dittel Architekten neu gestaltet und saniert. Im Fokus steht eine authentische, moderne Designsprache sowie die Neustrukturierung des Eingangs- und Restaurantbereichs.

Weitere Artikel:

Leuchte »Lander« von Renzo Piano

Leuchte »Lander« von Renzo Piano

Lander ist eine neue extrem elegante Pollerleuchte, die iGuzzini nach einer Idee von Renzo Piano speziell für die Beleuchtung der Parklandschaft des von dem Genueser Architekturbüro gebauten Stavros Niarchos Kulturzentrums entwickelt hat.

Platzgestaltung des Emanuel-Merck-Platzes in Darmstadt

Platzgestaltung des Emanuel-Merck-Platzes in Darmstadt

Der Platz vor dem Merck Innovationszentrum soll ein öffentliches Forum als zentrale Adresse des globalen Unternehmens sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gestaltete Merck ihn entsprechend aufwändig – mit aus dem Boden herausragenden geschwungenen Pflanzinseln und einem strahlend hellen Belag...

Neue Aluminiumfassade

Neue Aluminiumfassade

In der ehemaligen DDR wurde Uran abgebaut, was mit einer erheblichen Belastung für die Natur einherging. Die Wismut GmbH hat die Aufgabe, diese Umweltverschmutzung zu sanieren. Um dem nachkommen zu können, war der Bau eines neuen Gebäudes erforderlich. Es wurde mit den Aluminiumverbundplatten des gr...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter


Ihre E-Mail
 
   

Senden Sie mir die kostenlosen Nachrichten der AZ/Architekturzeitung per E-Mail zu. Meine Anmeldung erfolgt, nachdem ich die Datenschutzhinweise gelesen haben. Die Nachrichten können Werbung von Dritten enthalten. Mein Einverständnis zum Empfang der Nachrichten kann ich jederzeit widerrufen.

Fachwissen | Architekten + Planer

Leuchte »Lander« von Renzo Piano

Leuchte »Lander« von Renzo Piano

Lander ist eine neue extrem elegante Pollerleuchte, die iGuzzini nach einer Idee von Renzo Piano speziell für die Beleuchtung der Parklandschaft des von dem Genueser Arch...

Platzgestaltung des Emanuel-Merck-Platzes in Darmstadt

Platzgestaltung des Emanuel-Merck-Platzes in Darmstadt

Der Platz vor dem Merck Innovationszentrum soll ein öffentliches Forum als zentrale Adresse des globalen Unternehmens sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gestalte...

Neue Aluminiumfassade

Neue Aluminiumfassade

In der ehemaligen DDR wurde Uran abgebaut, was mit einer erheblichen Belastung für die Natur einherging. Die Wismut GmbH hat die Aufgabe, diese Umweltverschmutzung zu san...

Heimathafen

Heimathafen

Der Hafen in Offenbach entwickelt sich zu einem begehrten Stadtquartier. Auf der Hafeninsel bieten nun neun Punkthäuser optimale Sichtbezüge zum Wasser. Geräusche von auß...

Brandschutzwächter mit Sicherheitsring

Brandschutzwächter mit Sicherheitsring

Eine smarte Brandschutzmanschette, die im Brandfall groß heraus kommt und dem Feuer den Weg versperrt. Fest verbunden mit dem Verstärkungsblech für Stahltrapezprofildäche...

Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom von Steimle Architekten

Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom von Steimle Architekten

Mit dem Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom wird das Ensemble der vorhandenen Technik- und Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Tübingen komplettiert. Der Entwurf des Büros ...

glasstec: Individualität in Architektur und Interieur

glasstec: Individualität in Architektur und Interieur

Zur glasstec 2018 in Düsseldorf stellt AGC Interpane viele neue und optimierte Produkte vor, die ganz im Zeichen der Individualität stehen: Sonnenschutzglas mit optimiert...

Maersk Tower von C.F. Møller Architects

Maersk Tower von C.F. Møller Architects

Der Maersk Tower von C.F. Møller Architects ist ein hochmodernes Forschungsgebäude, dessen innovative Architektur den optimierten Rahmen für erstklassige Gesundheitsforsc...

Restaurierung des alten Gerichtsgebäudes im Andreas Quartier, Düsseldorf

Restaurierung des alten Gerichtsgebäudes im Andreas Quartier, Düsseldorf

Von der ursprünglichen blauen Farbigkeit im Entree des alten Gerichtsgebäudes in Düsseldorf war nicht mehr viel zu sehen. Und auch sonst befanden sich das Gebäudeinnere u...

Innentür mit puristischem Design

Innentür mit puristischem Design

Die Nachfrage nach weißen Innentüren ist ungebrochen. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis des Bauherrn nach einem individualisierten Produkt in seinem Zuhause. Die Innentür...

Weitere Artikel:

Anzeigen AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.